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14.07.10

Essstörungen sind großes Thema in Bayerns Schulen


50 Prozent der weiterbildenden Schulen nehmen am Unterrichtsprogramm teil


"Es freut mich, dass jede zweite weiterbildende Schule unser Schulungsangebot der Betriebskrankenkassen zum Thema Essstörungen angenommen hat. Die Freude über die große Resonanz hat aber einen erschreckenden Hintergrund: Die Zivilisationskrankheit Essstörungen ist bei vielen Jugendlichen akut geworden! Mit den Fortbildungen und den Unterrichtsmaterialien im Rahmen des Präventionsangebotes bauchgefühl stehen Bayerns Schulen zielgruppengerechte Bausteine zur Verfügung. Ich hoffe, dass viele Lehrerinnen und Lehrer ihr Wissen in ihren Schulen weitertragen", erklärt der Schirmherr der Initiative bauchgefühl, Kultusstaatssekretär Dr. Marcel Huber.

"Essstörungen gehören in der modernen Gesellschaft zu den am meisten verbreiteten psychosomatischen Erkrankungen unter Jugendlichen und jungen Frauen. Haben sie sich einmal manifestiert, sind sie extrem schwer behandelbar. Umso wichtiger ist es deshalb, präventiv anzusetzen und die Jugendlichen dabei zu unterstützen, ein gesundes Körpergefühl aufzubauen. Deshalb stellen wir Unterrichtspakete für die Schulen zur Verfügung. Der große Erfolg bei den Lehrerschulungen zeigt, dass der Anknüpfungsort Schule richtig und wichtig ist", erklärt Sigrid König, Vorstand des BKK Landesverbandes Bayern.

Bayerns Schülerinnen und Schüler leiden immer häufiger unter Essstörungen. Einer Studie des Robert-Koch-Instituts zufolge zeigt inzwischen jedes dritte Mädchen im Alter von 11 bis 17 Jahren Ansätze zu einer Essstörung; bei den Jungen ist es jeder siebte. Entsprechend umfangreich nahmen Bayerns Lehrerinnen und Lehrer das Fortbildungsprogramm bauchgefühl an, welches das Bayerische Kultusministerium und der Landesverband der Betriebskrankenkassen gemeinsam in Bayern angeboten haben: 50 Prozent aller weiterführenden Schulen nahmen in den letzten sieben Monaten an den Fortbildungen teil und konnten mit Unterrichtsmaterialien zum Thema erreicht werden; bei den Hauptschulen wurden sogar 62 Prozent erreicht (Realschulen: 36 Prozent, Gymnasien: 27 Prozent). Wahrgenommen wurde das Qualifizierungsangebot von rund 1.500 Lehrkräften (darunter 90 Prozent Lehrerinnen), die an rund tausend verschiedenen Schulen arbeiten, teilen die Projektträger mit.

Weitere Informationen unter: Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.bkk-bauchgefuehl.de




Quelle: BKK Landesverband Bayern, 12.07.2010