Über Durst und Schweiß klagt keiner mehr, die Hitzewelle macht den Deutschen ganz andere Probleme: Schwindel, Schlafstörungen, Kopfschmerzen. Vor allem im Norden Deutschlands kommen die Menschen nur schlecht mit der anhaltenden Hitze zurecht, doch eine Wetteränderung ist noch länger nicht in Sicht.
Jeder Zweite betroffen
Es wird wahrscheinlich der heißeste Juli seit Beginn der Wetteraufzeichnungen vor 110 Jahren und das macht den Menschen zu schaffen: Jeder zweite Deutsche leidet unter der anhaltenden Hitzewelle. Nach einer aktuellen Forsa-Umfrage im Auftrag der DAK bereiten die tropischen Temperaturen 54 Prozent der Bundesbürger gesundheitliche Probleme. 12 Prozent der Befragten klagen sogar über starke Beschwerden. Besonders betroffen sind ältere Menschen ab 60 Jahre, bei denen 21 Prozent starke Gesundheitsprobleme angeben.
Der Norden leidet
Die Art der Gesundheitsbeschwerden, mit denen die Menschen zu kämpfen haben, ist allerdings sehr unterschiedlich ausgeprägt. 63 Prozent der Betroffenen leiden auf Grund der Hitze unter Schlafstörungen. Über Schwindel oder Kreislaufprobleme klagen 41 Prozent der Befragten. 31 Prozent bereitet die Hitze Kopfschmerzen und Migräneattacken und unter Konzentrationsstörungen leiden 29 Prozent. Bei den regionalen Unterschieden zeigt sich, dass die Norddeutschen weit weniger auf den heißen Sommer eingestellt sind: Während etwa in Nordrhein-Westfalen 63 Prozent der Befragten unter Beschwerden leiden, sind es in Bayern nur 43 Prozent.
Stress vermeiden
"Die Hitze ist für den Körper eine extreme Belastung", erklärt DAK-Expertin Elisabeth Thomas die Ergebnisse. Vor allem ältere Menschen, chronisch Kranke und Kinder müssen sich speziell auf die Hitze einstellen. Thomas rät jedem, der unter den Temperaturen leidet, viel Flüssigkeit zu trinken, sich hin und wieder kühl abzuduschen und Stress zu vermeiden.
Quelle: apotheken.de / Stefanie Grutsch, 15.07.2010