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24.07.10

Rheumakongress mit Schwerpunkt Arthrose


Bei einem vielfältigen Krankheitsbild wie Rheuma ist fachübergreifender Austausch zwischen Ärzten unerlässlich


Daher tagt die Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie bereits zum zweiten Mal zusammen mit der Assoziation für Orthopädische Rheumatologie und der Gesellschaft für Kinder- und Jugendrheumatologie. Gemeinsam diskutieren die Experten neueste Erkenntnisse in der Diagnostik und Therapie rheumatischer Erkrankungen.
Einer der Schwerpunkte des Kongresses ist in diesem Jahr die Arthrose. Darüber hinaus sprechen die Fachleute über Möglichkeiten, die Versorgung angesichts der geringen Zahl an Rheumatologen besser zu vernetzen. Der Kongress findet vom 15. bis 18.09.2010 im CCH Hamburg statt.

In Deutschland leiden etwa fünf Millionen Menschen an den schmerzhaften und bewegungseinschränkenden Symptomen einer Arthrose. "Diese Zahl ist alarmierend, insbesondere vor dem Hintergrund, dass wir bislang keine wirklich zufriedenstellende Behandlung anbieten können", betont Kongresspräsident Professor Dr. med. Wolfgang Rüther, Hamburg. Der Direktor des Lehrstuhls für Orthopädie am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf fokussiert mit seinem Kongress deshalb auf ein besseres Verständnis der Mechanismen der Krankheit: "Um den Patienten ihre Beschwerden nehmen zu können, brauchen wir dringend wegweisende anwendungsorientierte Fortschritte für die Therapie", so Rüther.

Auch in diesem Jahr legen die Veranstalter Wert auf interdisziplinären Austausch.Vor allem bei der Behandlung der etwa 20 000 an Rheuma erkrankten Kinder und Jugendlichen müssen neben Kinderrheumatologen auch Nieren-, Haut- und Herzspezialisten in die Therapie mit einbezogen werden. Bei jungen Patienten spielt zudem die gewissenhafte Überleitung von der Kinder- in die Erwachsenenrheumatologie eine große Rolle: "Diese Phase nahtlos zu begleiten, stellt extreme Anforderungen an ein vernetztes Arbeiten zwischen allen Beteiligten", erläutert Professor Dr. med. Dirk Föll, Kongress-Präsident der Gesellschaft für Kinder- und Jugendrheumatologie (GKJR) aus Münster. Neben der Versorgungsqualität sprechen die Kinder- und Jugendrheumatologen auch über Erkenntnisse der Grundlagenforschung. Unter anderem geht es um molekulare Prozesse, die Rheuma bei Kindern hervorrufen.

Ein Schwerpunkt in der Therapie der entzündlich-rheumatischen Erkrankungen sind Biologika. Der Kongress stellt neueste biotechnologische Medikamente vor, thematisiert vor allem aber, welche Nebenwirkungen damit verbunden sind. "Weil jedoch nicht alle Patienten gleichermaßen gut auf eine medikamentöse Therapie ansprechen, kann eine Operation mitunter in Frage kommen", sagt Privatdozent Dr. med. Thomas Pauly, Kongresspräsident der Assoziation für Orthopädische Rheumatologie (ARO) aus Meerbusch-Lank. Deshalb diskutieren die Experten auch, wann ein Gelenkersatz unumgänglich ist. Darüber hinaus geht es darum, wie Ärzte wirksam rheumatische Schmerzen lindern, ob Rheuma Herzinfarkt und Schlaganfall verursacht und um neue Behandlungswege gegen Gicht.

Auch in diesem Jahr bezieht die Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie (DGRh) auf ihrem 38. Kongress Betroffene und ihre Angehörige in den Kongress ein: Der Patiententag findet in Zusammenarbeit mit der Deutschen Rheuma-Liga am Samstag, den 18. September 2010, statt. In öffentlichen Vorträgen präsentieren die Veranstalter laienverständlich die aktuellen Forschungsergebnisse des Kongresses. Eine Industrieausstellung ergänzt die wissenschaftliche Tagung. Das Kongressprogramm und weiterführende Informationen finden Interessierte im Internet.

 

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