Musik-Player öffnen
bookmark in your browserbookmark at mister wongbookmark at del.icio.usbookmark at linksilo.debookmark at google.combookmark at yahoo.com

Suchfunktion

(z.B. PLZ, Ort, Fachrichtung)

 searching

Wegbeschreibung zur Praxis
Verwendung der Suchfunktion
Um unsere Suche nutzen zu k�nnen aktivieren Sie bitte das Java Script.
Sie befinden sich hier:
Fachgebiete: Fachrichtungen und Schwerpunkte > Innere Medizin und Allgemeinmedizin

Fachgebiet Innere Medizin und Allgemeinmedizin



Fachrichtung Innere Medizin und Allgemeinmedizin

Bereich Allgemeinmedizin

Erkältung.
Foto: © Maria Lanznaster / pixelio.de

Der Allgemeinmediziner ist der erste Ansprechpartner bei allen Gesundheitsproblemen. Oft ist er auch Hausarzt. Sein Bereich ist die Grundversorgung aller körperlichen und seelischen Gesundheitsprobleme seiner Patienten jeglicher Altersklasse. Er baut ein Vertrauensverhältnis zu seinen Patienten auf und bezieht bei seiner Diagnosestellung und Symptominterpretation deren Vorgeschichte, Umfeld, persönliche Situation und eigene Krankheitsvorstellung mit ein.

 
Zu seinem Gebiet gehören ebenso Vorsorge- und Nachsorgeuntersuchungen, Gesundheitsförderung und -erhaltung, Langzeitversorgung und Notfallbehandlung. Er muss sozusagen den Überblick über die gesamte Medizin behalten und regelmäßig Fortbildungen besuchen, damit sein Wissen nicht veraltet. Ist eine spezielle Behandlung erforderlich, überweist er an einen Spezialisten, verfolgt aber weiterhin die dortige Behandlung und den Krankheitsverlauf. Er bewertet und dokumentiert die Ergebnisse in der Akte des Patienten, um auf dem Laufenden zu bleiben und bei weiteren Erkrankungen auf die Vorgeschichte zurückgreifen zu können.

Bei schwerer Krankheit oder Fieber macht der Allgemeinmediziner auch Hausbesuche (daher der Name Hausarzt). Hausärzte können sein:

  • Fachärzte für Allgemeinmedizin,
  • hausärztlich niedergelassene Fachärzte für Innere Medizin und
  • Praktische Ärzte ohne Facharztanerkennung.


Insgesamt gibt es in Deutschland etwa 59.000 Hausärzte.

Stethoskop. Foto: © Rolf van Melis / pixelio.de

Therapie- und Diagnosemethoden

Beispielsweise per Stethoskop, EKG (Elektrokardiogramm) oder Blutabnahme werden erste Diagnosen gestellt. Des Weiteren folgen therapeutische Gespräche, notwendige Impfungen, Wundbehandlungen, und anderes. Wenn notwendig, werden auch Medikamente verschrieben.



Bereich Innere Medizin


Die Innere Medizin behandelt das gesamte Wissensgebiet der unten als Schwerpunkte aufgeführten Bereiche. Aufgrund der immer umfassenderen Erkenntnisse und Informationen der letzten Jahre wurde und wird in immer mehr (organbezogene) Bereiche unterteilt.


Weiterbildung zum Facharzt für Innere und Allgemeinmedizin

Die Weiterbildung zum Facharzt für Innere Medizin und Allgemeinmedizin beträgt seit dem 1.1.2006 mindestens fünf Jahre (vorher drei Jahre). Drei Jahre beinhalten das Thema stationäre, internistische Patientenversorgung, zwei Jahre ambulante, hausärztliche Versorgung. Weiterhin müssen 80 Stunden Weiterbildung im Bereich psychosomatische Grundversorgung absolviert werden.


Schwerpunkte im Bereich Innere Medizin

  • Angiologie: Behandlung von Gefäßerkrankungen an Arterien, Venen und den Lymphgefäßen.
    Weiterbildung: Drei Jahre an einer Weiterbildungsstätte, davon sechs Monate in der internistischen Intensivmedizin.

  • Endokrinologie und Diabetologie: Diagnose und Behandlung von hormonabhängigen Erkrankungen (Endokrinologie) und Behandlung des Diabetes mellitus (Diabetologie).
    Weiterbildung: Drei Jahre an einer Weiterbildungsstätte, davon sechs Monate in der internistischen Intensivmedizin und sechs Monate in einem endokrinologischen Labor.

  • Gastroenterologie: Diagnose und Behandlung von Magen- und Darmkrankheiten.
    Weiterbildung:
    Drei Jahre an einer Weiterbildungsstätte, davon sechs Monate in der internistischen Intensivmedizin.

  • Hämatologie und Internistische Onkologie: Diagnose und Behandlung von Blutkrankheiten und Erkrankungen der blutbildenden Organe (Hämatologie) und von Krebserkrankungen und deren Therapie (Onkologie).
    Weiterbildung:
    Drei Jahre an einer Weiterbildungsstätte, davon sechs Monate in der internistischen Intensivmedizin und sechs Monate in einem hämatologisch-onkologischen Labor.

  • Kardiologie: Diagnose und Behandlung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
    Weiterbildung:
    Drei Jahre an einer Weiterbildungsstätte, davon sechs Monate in der internistischen Intensivmedizin.

  • Nephrologie: Diagnose und Therapie von Nierenerkrankungen und Durchführung verschiedener Dialyseverfahren.
    Weiterbildung:
    Drei Jahre an einer Weiterbildungsstätte, davon sechs Monate in der internistischen Intensivmedizin und sechs Monate in der Dialyse.

  • Pneumologie: Diagnose und Therapie von Erkrankungen der Lunge, der Bronchien und des Mittelfells.
    Weiterbildung: Drei Jahre an einer Weiterbildungsstätte, davon sechs Monate in der internistischen Intensivmedizin.

  • Rheumatologie: Diagnose und Therapie von chronischen Krankheiten, die sich durch Schmerzen der Gelenke auszeichnen.
    Weiterbildung: Drei Jahre an einer Weiterbildungsstätte, davon sechs Monate in der internistischen Intensivmedizin und sechs Monate in einem rheumatologisch-immunologischen Labor.


Fachrichtungsbezeichnungen „Innere Medizin“, „Allgemeinmedizin“, „Praktischer Arzt“ und „Lungen- und Bronchialheilkunde“

Die bisherigen (voneinander getrennten) Fachrichtungsbezeichnungen „Innere Medizin“ und „Allgemeinmedizin“ werden in einigen Bundesländern nach neuer Weiterbildungsordnung der Bundesärztekammer nicht mehr vergeben, sie wurden durch die (gemeinsame) Fachrichtungsbezeichnung „Innere Medizin und Allgemeinmedizin“ ersetzt.
Die Bezeichnung „Praktischer Arzt“ wird ebenfalls nicht mehr vergeben, da das Ausüben keine Facharztausbildung voraussetzt. Auch die Fachrichtungsbezeichnung „Lungen- und Bronchialheilkunde“ wird in einigen Bundesländern nach neuer WBO nicht mehr vergeben.

 

Redaktion Deutsche Medizinerauskunft, Datum der letzten Änderung: 2. April 2009