Fachrichtung Nuklearmedizin
Der Nuklearmediziner untersucht mit Hilfe von oral oder intravenös verabreichten, kurzlebigen, radioaktiven Stoffen, welche an einen Trägerbestandteil (beispielsweise Traubenzucker) gekoppelt sind, Organe und deren Funktionen, kann aber auch Veränderungen (beispielsweise Entzündungen) an Knochen erkennen.
Die abgegebene Strahlung wird hierbei von Außen mit einer Gammakamera gemessen. Diese Untersuchung nennt sich "Szintigrafie".
Auch werden radioaktive Stoffe zur Tumorbekämpfung eingesetzt. Da die Strahlungen sehr niedrig sind, ist mit schwerwiegenden Nebenwirkungen nicht zu rechnen.
Aus- und Weiterbildung zum Facharzt für Nuklearmedizin
Auf das Medizinstudium folgt eine mindestens fünfjährige Weiterbildung, wobei ein Jahr in der stationären Patientenversorgung verbracht wird. Zusätzlich muss der angehende Nuklearmediziner noch eine vorgeschriebene Anzahl an Untersuchungen und Therapien nachweisen und einen Kurs zum Thema Strahlenschutz absolviert haben.
Redaktion Deutsche Medizinerauskunft, Datum der letzten Änderung: 2. April 2009