Fachrichtung Transfusionsmedizin
Der Tätigkeitsbereich des Transfusionsmediziners ist die Vorbereitung und Durchführung von Bluttransfusionen.
Aus dem Spenderblut, welches auf Spendentauglichkeit überprüft und aufbereitet wird, werden Blut- und Blutbestandteilkonserven gewonnen, die in Blutbanken gelagert werden und dort auf ihren Einsatz warten. Ob eine Bluttransfusion vertragen wird, hängt im Wesentlichen von den Übereinstimmungen der Blutgruppenmerkmale der Konserve und des eigenen Blutes ab.
Auch beschäftigt sich der Transfusionsmediziner mit der Möglichkeit, dem Patienten bei einer Operation das eigene, hierbei verlorene Blut, direkt wieder zukommen zu lassen.
Aus- und Weiterbildung zum Facharzt für Transfusionsmedizin
Auf das Medizinstudium folgt eine fünfjährige Weiterbildung an einer Weiterbildungsstätte. Hiervon werden zwei Jahre in der stationären Patientenversorgung verbracht. Diese können in den Bereichen Chirurgie, Innere Medizin, Allgemeinmedizin, Anästhesiologie, Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Kinder- und Jugendmedizin, Neurochirurgie oder Urologie abgeleistet werden.
Fachrichtungsbezeichnung "Blutspende- und Transfusionsmedizin"
Die bisherige Fachrichtungsbezeichnung "Blutspende- und Transfusionsmedizin" wird in einigen Bundesländern nach neuer Weiterbildungsordnung der Bundesärztekammer nicht mehr vergeben. Sie wurde durch die Fachrichtungsbezeichnung "Transfusionsmedizin" ersetzt.
Tipp: Transfusionsmediziner finden Sie hier:
http://www.deutsche-medizinerauskunft.de/liste/transfusionsmedizin
Redaktion Deutsche Medizinerauskunft, Datum der letzten Änderung: 28. Mai 2010